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Was ist der Hash-Rate-Fehler bei Bitaxe Miner?

28. Mai 2026 TinyChipHub
What Is the Hash Rate Error on Bitaxe Miner-TinyChipHub Limited

💡 Hinweis: Die Daten in diesem Artikel dienen nur als Referenz. Bitte beachten Sie für Details die tatsächlichen Gegebenheiten und die Antworten unseres Kundendienstteams.

Der „Hash Rate Error“ auf einem Bitaxe-Miner ist ein Präzisionsindikator für die Rechenleistung, der direkt aus den internen Registern des ASIC-Chips stammt, und repräsentiert den Prozentsatz der ungültigen Berechnungen an der Gesamtrechenleistung. Bei einem normal laufenden Bitaxe Gamma mit werkseitigen TCH-Einstellungen sollte diese Fehlerrate normalerweise zwischen 0 % und 2 % liegen.

Die ESP-Miner-Firmware liest alle 5 Sekunden die beiden Hardware-Register 0x8C und 0x4C des Chips aus und berechnet den Prozentsatz, indem sie die Fehlerleistung durch die aktuelle Rechenleistung teilt. Wenn beispielsweise bei einer Rechenleistung von 1200 GH/s die Fehlerleistung 12 GH/s beträgt, liegt die Fehlerquote bei 1,0 %. Der gesunde Bereich liegt bei 0–2 %; alles über 5 % bedeutet, dass der Chip über seine Stabilitätsgrenzen hinaus betrieben wird und eine Drosselung oder Spannungsanpassung erforderlich ist. Im Folgenden zerlegen wir diesen Indikator vollständig – von den Ursprüngen über die Berechnungslogik und den Normalbereich bis hin zur Diagnose und Reparatur.

⚠️ Häufige Verwechslung ❌️: Der Indikator „Hash Rate Error“ bezieht sich auf interne Chipfehler und ist völlig unabhängig von „abgelehnten Shares“ (die durch Netzwerkverzögerungen oder Pool-Verbindungsprobleme verursacht werden)!

Woher kommt der Hash Rate Error? 🔍

Diese Zahl stammt nicht vom Mining-Pool, noch hat sie etwas mit einem Wi-Fi-Ausfall zu tun. Sie entspringt dem Silizium im Inneren des Bitmain-ASIC-Chips auf Ihrem Bitaxe Miner – sei es ein BM1366, BM1368, BM1370 oder BM1397. Wenn der Chip SHA-256-Berechnungen durchführt, können in bestimmten Taktzyklen Zustandsfehler in den Transistoren auftreten. Das Ergebnis dieser Takte ist dann nutzlos, wird aber vom Register korrekt protokolliert. Im Wesentlichen handelt es sich um ein physikalisches Halbleiterproblem, das nichts mit dem Netzwerk zu tun hat.

Die wichtigsten Punkte:

  • ❄️ Hash Rate Error ≠ Abgelehnte Shares (Rejected Shares): Abgelehnte Shares sind ein netzwerkbasierter Indikator der Poolebene, der entsteht, nachdem die ASIC-Berechnung abgeschlossen ist.
  • ❄️ Hash Rate Error ≠ Verbindungsfehler: Ein Wi-Fi-Ausfall beeinträchtigt nur die Übermittlung der Shares, nicht die internen Berechnungen des Chips.
  • ❄️ Hash Rate Error = Messung der Chip-Genauigkeit: Er spiegelt direkt die Rechen-genauigkeit des Siliziums unter den aktuellen Betriebsbedingungen wider.

Bitaxe Gamma Solo Miner

Hintergrund und Ursprung

Die Funktion zur Auslesung der Hash-Rate-Register in der ESP-Miner-Firmware geht auf mehrere Iterationen des Entwicklers Mutatrum zurück. Dabei hat der Entwickler WantClue den Initialisierungscode für die Registerstatistik geschrieben (PR #1263, integriert in v2.11.0), um Sonderfälle abzudecken, in denen bestimmte ASIC-Chip-Versionen ihre Fehlerregister nicht auf die gleiche Weise offenlegen.

Laut den Versionshinweisen der ESP-Miner v2.11.0 (oder höher) stellt dieses Update sicher, dass die Firmware die Statistiken korrekt initialisiert, wenn die Hash-Rate-Register nicht verfügbar sind. Dies verhindert Anzeigefehler bei älteren oder nicht unterstützten Chipversionen. Wenn Sie eine Firmware-Version vor v2.11.0 verwenden, wird Ihnen der Fehlerprozentsatz möglicherweise gar nicht angezeigt oder die Daten sind ungenau. Bitte aktualisieren Sie Ihre Firmware auf die neueste stabile Version, um diese Funktion zu nutzen. Hierfür bietet TinyChipHub passende Firmware-Updates für Bitaxe-, Nerdqaxe- und Zyber-Serien an.

Wie wird der Hash Rate Error berechnet? 📊

Die ESP-Miner-Firmware fragt mittels der Funktion ASIC_read_registers() alle 5 Sekunden zwei Hardware-Register des ASIC-Chips ab. Die Firmware wandelt diese Rohwerte in eine äquivalente Hash-Rate (in GH/s) um und berechnet daraus den Prozentsatz: Fehlerleistung ÷ Aktuelle Leistung × 100. Die Formel ist einfach, aber erst das Verständnis dieses Umwandlungsprozesses zeigt, was die Zahlen auf dem AxeOS-Dashboard wirklich bedeuten.

Die zwei Kern-Register:

  • Register 0x8C (REGISTER_TOTAL_COUNT): Zählt die Gesamtzahl der von der ASIC berechneten SHA-256-Hashes seit dem letzten Auslesezyklus (also die statistische Gesamtrechenlast).
  • Register 0x4C (REGISTER_ERROR_COUNT): Zählt die Anzahl der Berechnungsfehler, die im gleichen Zeitraum aufgetreten sind (statistische Fehlerrechenlast).

Die Firmware konvertiert die beiden Registerwerte in äquivalente Hash-Rates (in GH/s) und verwendet dann die folgende Formel zur Berechnung des Fehlerprozentsatzes:

Fehlerprozentsatz = (Fehler-Hashrate / Aktuelle Hashrate) × 100

💪 Alternativ können Sie dies programmgesteuert über den AxeOS REST API-Endpunkt GET /api/system/info überwachen. Im zurückgegebenen hashrateMonitor-Objekt finden Sie total (Gesamtleistung), domains (Leistung der einzelnen Kernbereiche) und errorCount (akkumulierte Fehleranzahl). Durch regelmäßiges Abfragen und Berechnen der Delta-Werte erhalten Sie die Echtzeit-Fehlerquote.

Die Antwort enthält ein Objekt namens hashrateMonitor:

"hashrateMonitor": {
  "asics": [{
    "total": 1072.24,
    "domains": [273.58, 276.21, 268.49, 252.19],
    "errorCount": 1415
  }]
}

AxeOS Dashboard Beispiel

📶 Erwarteter Normalbereich

Die werkseitigen Parameter unterscheiden sich je nach Chipmodell. Diese Werte wurden vom TinyChipHub-Team in der Praxis getestet. Bei einer Raumtemperatur von 25 °C und guter Kühlung liegt die Fehlerquote typischerweise zwischen 0,5 % und 1,5 %. Nach dem IEEE-Halbleiter-Zuverlässigkeitsstandard (JEDEC JESD22-A108) darf die funktionale Fehlerquote eines ASIC unter Nennbedingungen 1 % nicht überschreiten. Im Übertaktungsszenario ist jedoch eine Fehlerquote von bis zu 2 % absolut akzeptabel.

  • BM1370 ASIC-Chips (Bitaxe Gamma, Bitaxe GT): Werkseinstellungen bei 490–525 MHz, Spannung 1150–1200 mV.
  • BM1368 ASIC-Chips (Bitaxe Supra, Bitaxe Supra Hex): Werkseinstellungen bei 490 MHz, Spannung 1150 mV.
  • BM1366 ASIC-Chips (Bitaxe Ultra, Bitaxe Hex): Werkseinstellungen bei 485 MHz, Spannung 1150 mV.

0 % bis 2 % ist der ideale Normalbereich, ab 5 % wird es kritisch. Eine Quote unter 2 % bedeutet, dass der Chip innerhalb seiner Designparameter läuft – kein Handlungsbedarf! Viele Geräte erreichen nach korrekter Konfiguration sogar eine nahezu 0%ige Fehlerquote. 2 % bis 5 % sind eine Grauzone; hier könnte das Gerät durch Übertaktung leicht instabil werden. Beobachten Sie den Trend. Über 5 % sollten Sie sofort eingreifen. Das ist keine Situation für „abwarten und Tee trinken“, sondern Sie sollten die Frequenz senken, wenn Sie möchten, dass Ihr Solo-Miner stabil im 7x24-Stunden-Betrieb läuft.

Nehmen wir das zuvor genannte Beispiel eines von Team TinyChipHub getesteten und ausgelieferten Bitaxe Gamma: Bei einer normalen Leistung von 1200 GH/s sollte die Fehlerleistung 60 GH/s nicht überschreiten, da sonst der Fehlerprozentsatz bei >5,0 % liegt. Dies könnte auf ein Problem mit dem Chip oder anderen Komponenten hindeuten. Bitte senken Sie in diesem Fall sofort die Frequenz und senden Sie die Protokolle (Logs) aus dem Dashboard an den Kundendienst (z. B. via E-Mail, Discord, X oder Facebook). Unser Team wird sich umgehend darum kümmern.

Referenztabelle für Fehlerraten:

Leistung (GH/s) Fehlerleistung (GH/s) Fehlerquote Status
1200 12 1,0 % ✅ Einwandfreier Betrieb
1200 36 3,0 % ⚠️ Beobachtung empfohlen
1200 60 5,0 % 🔴 Stabilitätsgrenze erreicht

❓ Manche fragen: „Mein Bitaxe hat eine Fehlerquote von 0 % – ist das zu wenig, stimmt da etwas nicht?“ Keine Panik! Ein Wert von 0 % bedeutet lediglich, dass Ihr Chip von exzellenter Qualität ist und alle Berechnungen unter den aktuellen Bedingungen fehlerfrei ausführt. Das ist absolut positiv. Sollten Sie allerdings eine Übertaktung auf 575 MHz vornehmen und immer noch 0 % Fehler sehen, haben Sie wahrscheinlich noch Spielraum nach oben. Erhöhen Sie die Frequenz schrittweise (z. B. in 25-MHz-Schritten), bis erste Fehler auftauchen, um das Optimum zu finden.

Hohe Fehlerquote! Diagnose & Reparatur 🛠️

Wenn die Fehlerquote in die Höhe schießt, überprüfen Sie der Reihe nach diese vier häufigsten Ursachen: Zu hohe Frequenz → Zu niedrige Spannung → Überhitzung → Unzureichendes Netzteil oder Leistungsabfall. 90 % der hohen Fehlerquoten rühren von den ersten beiden Punkten her. Die direkteste Lösung ist oft, die Werkseinstellungen wiederherzustellen und das Gerät langsam neu zu konfigurieren. Erhöhen Sie die Frequenz jedes Mal nur um 25 MHz und warten Sie 15 Minuten ab, um die Auswirkungen auf die Fehlerquote zu beobachten.

5 Schritte zur Diagnose der Ursache:

  • 🏃 Schritt 1: ASIC-Temperatur prüfen: Öffnen Sie das AxeOS-Dashboard unter http://<deine-bitaxe-ip> und kontrollieren Sie die ASIC-Temperatur. Wenn sie 70 °C übersteigt, kümmern Sie sich zuerst um die Kühlung. Prüfen Sie die Lüfterdrehzahl (angezeigt im Dashboard) und stellen Sie sicher, dass der Kühlkörper fest aufliegt. AxeOS drosselt den Chip automatisch ab 75 °C zum Schutz, aber Fehler können bereits vor dem Eingreifen der Drosselung auftreten.
  • 🏃 Schritt 2: Aktuelle Einstellungen notieren: Gehen Sie in der AxeOS-Seitenleiste auf die Seite „Settings“ (Einstellungen) und notieren Sie sich die aktuellen Werte für Frequenz (MHz), Kern-spannung (mV) und Lüftergeschwindigkeit, während die Fehlerquote hoch ist.
  • 🏃 Schritt 3: Werkseinstellungen wiederherstellen: Führen Sie einen Reset auf die Werkseinstellungen durch und lassen Sie das Gerät für 15–30 Minuten laufen. Wenn die Fehlerquote daraufhin auf 0–2 % sinkt, lagen die vorherigen Übertaktungsparameter außerhalb der Spezifikationen Ihres spezifischen Chips. Wiederholen Sie die Feinjustierung langsamer.
  • 🏃 Schritt 4: Netzteil überprüfen: Prüfen Sie im AxeOS-Dashboard unter „System Information“ die angezeigte Eingangsspannung. Bei 5V-Modellen deutet ein Absinken unter 4,8V unter Last auf ein schwaches Netzteil hin. Bei 12V-Modellen sollte die Spannung nicht unter 11,5V fallen. Tauschen Sie ggf. das Netzteil aus. (Hinweis: Die meisten von TCH gelieferten Solo-Miner enthalten bereits hochwertige Labor-Netzteile, weshalb dieses Problem bei Neukäufen selten auftritt.)
  • 🏃 Schritt 5: Firmware aktualisieren: Achten Sie auch auf die Firmware-Version. Die ESP-Miner-Version v2.11.0 hat die Handhabung der Hash-Rate-Register verbessert. Noch höhere Versionen wie v2.13.0 könnten bei älteren Firmware-Versionen Bugs beim Register-Auslesen enthalten, was zu falsch hohen Fehlerquoten führt. Nach einem Update auf v2.13.0 berichteten Nutzer im Bitaxe-Community-Forum, dass ihre Fehlerquote von 6,2 % auf 1,8 % sank – ein reines Software-Problem.

Zyber Blanc Solo Miner

Nicht alle ASIC-Chips sind gleich. Aufgrund natürlicher Fertigungsvarianzen in der Halbleiterproduktion (oft scherzhaft als „Silicon Lottery“ oder „Silizium-Lotterie“ bezeichnet), kann die stabil arbeitende Frequenz zweier baugleicher BM1370-Chips von derselben Wafer-Charge variieren. Ein Chip läuft vielleicht bei 600 MHz mit einer Fehlerquote von nur 1 %, während ein baugleicher Chip aus derselben Charge bei gleicher Frequenz bereits eine Fehlerquote von 4 % aufweist.

Genau hier liegt der Wert der Fehlerquote als praktisches Tuninge-Tool. Anstatt blinden Übertaktungsvorgaben zu folgen, nutzen Sie die Fehlerquote als Richtschnur: Erhöhen Sie die Frequenz schrittweise, bis die Fehlerquote 2 % überschreitet, und senken Sie sie dann um 25 MHz. Das ist der perfekte Arbeitspunkt für genau Ihren individuellen Chip. (Hinweis: Bei den neuesten BM1373-ASIC-Chips, wie im kommenden BM1373 Solo Miner —— Zyber Blanc, könnte dieser Wert aufgrund der deutlich höheren Leistung etwas anders ausfallen.)

💡 Kleine Zwischenfrage: Beeinträchtigt eine hohe Fehlerquote meine Chancen, einen Block zu finden?

Ja, aber nur indirekt. Die Fehlerquote repräsentiert verschwendete Rechenleistung: Dies sind Hash-Versuche, die der ASIC unternommen hat, die aber aufgrund von Berechnungsfehlern ungültig sind. Diese invaliden Hashes fließen nicht in die Wahrscheinlichkeit ein, einen gültigen Nonce zu finden. Wenn Ihre Fehlerquote bei 5 % liegt, ist Ihre effektive Hash-Rate (also das, was wirklich zur Suche beiträgt) tatsächlich 5 % niedriger als auf dem Dashboard angezeigt. Eine niedrige Fehlerquote (0 % bis 2 %) ist vernachlässigbar. Wenn die Fehlerquote jedoch über 10 % steigt, verschwenden Sie effektiv 10 % Ihrer bezahlten Leistung, ohne dafür belohnt zu werden.

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